Die Akzeptanz der Prävention
Freitag 27. März 2009 von htm
Das Bundesamt für Gesundheit will die gesellschaftlichen Dynamiken um die bisweilen kritisierten Präventionsmassnahmen analysieren. In den 90er-Jahren scheine eine bessere Abstützung bestanden zu haben. Iwan Reinhard, Geschäftsleiter der vom BAG gegründeten „Expertengruppe Weiterbildung Sucht“ will mit dem Dialog über das „sozietale Lernen“ unter anderem erreichen, dass „die verschiedenen Sucht- und Präventionsfachleute für ihre Rolle in der öffentlichen Diskussion sensibilisiert sind, dass sie die fachliche Perspektive besser vertreten und so zu einer kohärenteren Suchtpolitik und Suchtarbeit, basierend auf der Vier-Säulen-Drogenpolitik des Bundes, beitragen können.“ (Quelle: NZZ, 27.3.09) Kommentar: Das wäre sehr zu begrüsse, wenn die Suchtfachleute den Fokus nicht nur auf ihr kleines Gebiet, sondern auch auf die nationalen Belange, und dort auf die Verhältnisprävention richten würden. Die Abstützung in den 90er-Jahren bezog sich auf die Cannabisfrage. Beim Alkoholproblem herrscht natürlich ein ganz anderer Gegenwind von der Alkoholbranche. Dazu wurden die Abstinentenverbände, das naturgegebene Fussvolk, von den neuen staatlichen Präventionsstellen ins Abseits gestellt, deren politische Arbeit aber nicht übernommen.
Dieser Beitrag wurde erstellt am Freitag 27. März 2009 um 18:40 und abgelegt unter Allgemein, Politik, Schweiz, Verhältnis-Präv., Verschiedene, Zitate. Kommentare zu diesen Eintrag im RSS 2.0 Feed. Die Kommentare sind derzeit geschlossen, aber sie können einen Trackback auf Ihrer Seite einrichten.